Das Schloss Burgistein

Das Schloss liegt in landschaftlich grossartiger, aussichtsreicher Lage und bildet mit seinen Bauten den prägenden Punkt unserer Gegend.

An die mittelalterliche Burg erinnert heute noch der rundum abgearbeitete Schlossfelsen, der Burggraben und das als Gartenterrasse dienende Fundament das im 16. Jahrhundert abgetragenen Bergfrieds vor dem Westbau. Dominiert wird das Schloss vom mächtigen Westbau (15. Jh.) mit hohem Walmdach. Hofseitig wurde ihm eine säulengetragene Galerie angebaut. Im Westen ist er durch eine Wendeltreppe im angebauten Treppenturm erschlossen.

Dem Westbau gegenüber liegt der kleinere Ostbau (16. Jh.). Darin befinden sich die Bibliothek und im 2. Stockwerk der Festsaal Bernhard v. Wattenwyls. Hauptelement der prächtigen Ausstattung bildet die ausserordentlich reich gearbeitete Kasettendecke von 1673 - 1675. Die Beiden Hauptbauten des Schlosses verbindet auf der nordseite des Schlosshofes ein zweistöckiger Galerietrakt. Zentrales Element der Hoffassade bildet der vorspringende, achteckige Erkerturm mit geschweifter Haube und Laternenaufsatz. Dieser architektonisch und künstlerisch bedeutendste Bauteil wurde unter Bernhard v. Wattenwyl 1573 errichtet.

Der Erkerturm ruht auf einem vierfach gestuften, von Blattfriesen überzogenen Korb, der von einem achteckigen Pfeiler mit blattwerk- und Maskendekor getragen wird. das Hauptgeschoss des Erkers ist vollständig mit Flachreliefs überzogen: Die Brüstungsfelder sind mit den Allianzwappen v. Wattenwyl - v. Luternau und mit Blattwerkkompositionen geschmückt. Dazwischen befinden sich zwei ausdruckstarke, vollplastische Fratzen. Über den Fenstern finden sich das Wappen von Burgistein mit der Jahrzahl 1573 und Reliefs mit Einhörnern. Am fensterlosen Obergeschoss des Erkers ist eine Uhr angebracht. Der zierliche Erkerturmhelm wird von einer Firststange mit Knauf und Wetterfahne, durchbrochen mit dem Wappen v. Graffenried, gekrönt.

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