Home
Suchen:  
generiert am: 09.06.2010
Notfallnummern Feedback Drucken
Dienstleistungen  |  Finanzdaten  |  Gebühren  |  Gemeinderäte  |  Kommissionsmitglieder  |  Kontakt  |  Nebenämter  |  Organisation der Verwaltung  |  Sicherheit  |  Steuern

Finanzkennzahlen

Jahr

Selbstfinanzierungsgrad

Selbstfinanzierungsanteil

Zinsbelastungsanteil

2008

-29.44 %

-0.77 %

-2.53 %

Jahr

Kapitaldienstanteil

Bruttoverschuldungsanteil

Investionsanteil

2008

2.98 %

53.31 %

2.77 %

 

 

Selbstfinanzierungsgrad
  • Der Selbstfinanzierungsgrad gibt Antwort auf die Frage, wie weit die Investitionen aus selbst erarbeiteten Mitteln bezahlt werden können. Allenfalls aus der Bilanz verfügbare Mittel ("angespartes Geld") wird nicht berücksichtigt.
  • Jeder Selbstfinanzierungsgrad unter 100 % führt zwangsläufig zu einer Neuverschludung, wenn nicht dank verfügbaren Mitteln ein Teil des Finanzvermögens aufgelöst werden kann.
  • Bei einem Selbstfinanzierungsgrad von über 100 % werden Mittel für den Schuldenabbau freigesetzt. Je höher die Abschreibungen und/oder der Ertragsüberschuss, umso höher die Selbstfinanzierung und je grösser die Nettoinvestitionen,desto kleiner der Selbstfinanzierungsgrad!
Selbstfinanzierungsanteil
  • Der Selbstfinanzierungsanteil gibt Auskunft über die finanzielle Leistungsfähigkeit einer Gemeinde: Je höher der Wert, umso grösser ist der Spielraum für die Finanzierung von Investitionen (bzw. deren Folgekosten) oder für den Schuldenabbau. Der Selbstfinanzierungsanteil gibt die Finanzkraft einer Gemeinde besser wieder, als beispielweise der Steuerkraftindex, weil er Art und Umfang der Leistungserbringung und allenfalls besondere Ertragsquellen berücksichtigt.
  • Bei einer Verbesserung der Ertragssituation (Steuren, Gebühren, Vermögenserträge etc.) steigt der Selbsfinanzierungsanteil, während er durch die Folgekosten von neuen Investitionen (Zinsen, Abschreibungen, Betriebs-und Unterhaltskosten) sowie durch weitere neue oder erhöhte Aufwendungen sinkt.
Zinsbelastungsanteil
  • Der Zinsbelastungsanteil gib Antwort auf die Frage, wie stark der Finanzertrag durch die Nettozinsen belastet ist. Je höher die Verschuldung, desto höher ist in aller Regel der Zinsbelastungsanteil und umgekehrt. Die Belastung wird zusätzlich beeinflusst durch das Zinsniveau. Bei Gemeinden mit einem hohen Anteil an zinslosen Darlehen (meist gemäss Investitionshilfegesetz für Gemeinden in Bergregionen) wird dieser Zusammenhang geschwächt. Durch die Anrechnung des Vermögensertrages wird zudem die Schudenlast eliminiert, die sich aus Anlagen des Finanzvermögens ergibt, sofern diese eine ausreichende Rendite abwerfen.
  • Ein Selbstfinanzierungsgrad unter 100 % oder steigenden Zinssätze ohne gleichzeitige Schuldentilgung führen zu einem steigenden Zinsbelastungsanteil. Der Vorteil dieser Kennzahl liegt gegenüber der Verschuldung pro Kopf oder der ungedeckten Schud darin, dass sich die Berechnung nicht auf Bestandesgrössen abstützt, welche oft mit dem Problem der korrekten Bewertung behaftet sind.
Kapitaldienstanteil
  • Der Kapiatldienstanteil gibt Antwort auf dieFrage, wie stark der Finanzertrag durch den Kapitaldienst (als Folge der Investitionstätigkeit) belastet ist.
  • Ein hoher Kapitaldienstanteil kann entweder enstehen durch eine hohe Verschuldung und eine entsprechend hohe Zinsbelastung oder durch eine grosse Investitionstätigkeit mit entsprechend hohem Abschreibungsbedarf. Am häufigsten fallen beide Faktoren zusammen. Eine hohe Verschuldung ist von einem hohen Abschreibungsbedarf begleitet. Bei Gemeinden mit einem beträchtlichen Anteil an zinslosen Darlehen ist der Zinsbelastungsanteil im Verhältnis zum Kapitaldienstanteil eher tief.
  • Ein hoher Abschreibungsanteil bedeutet zwar eine grosse Belastung, hat aber auch den Vorteil, dass dadurch zwangsläufig eine grössere Selbstfinanzierung resultiert, sofern die Rechnung ausgeglichen ist oder sogar einen Ertragsüberschuss ausweist. Entspricht der Abschreibungsanteil dem jährlichen Investitionsbedarf, so können die Investitionen vollumfänglich aus der Selbstfinanzierung bezahlt werden und die Belastung durch Zinsen und Abschreibungen bleibt konstant. Dieses Idealziel ist für kleine Gemeinden nicht realistisch, weil ihr Investitionsvolumen stärkeren Schwankungen unterliegt.
Bruttoverschuldungsanteil

    

     Richtwerte

     weniger als 50 %                            sehr gut

     50 % bis 100 %                               gut

     100 % bis 150 %                             mittel           

     150 % bis 200 %                             schlecht

     mehr als 200 %                               kritische

 

Investitionsanteil

   

     Richtwerte

     weniger als 10 %                            schwach

     10 % bis 20 %                                 mittel

     20 % bis 30 %                                 stark

     mehr als 30 %                                 sehr stark