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generiert am: 09.06.2010
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Aus der Geschichte


Der Name Burgistein taucht erstmals in der Mitte des 13. Jahrhunderts auf. 1259 erwarb Jordanus de Tuno die Herrschaft von Burgistein. An aussichtsreicher Lage, dort wo heute noch das Schloss steht, errichtete Jordan von Burgistein, wie er sich von da an nannte, eine Burg. Diese Herrschaft dauerte bis ins Jahr 1340. Die Feste von Burgistein wurde dann von den Bernern vollständig zerstört und der Armbrustschütze Ryffli tötete Jordan III mit einem Pfeil. Die „Nachfahren“ erinnerten sich später an diese Tat und seit 1925 findet im Mai jedes Jahr das traditionelle Ryfflischiessen statt.

Die heutige Anlage stammt aus dem 16. Jahrhundert und ging 1717 an Juliana von Wattenwyl über. Sie brachte die Herrschaft in ihre Ehe mit Emanuel von Graffenried ein und seither sind Schloss und Güter bis auf den heutigen Tag im Besitz dieser Familie geblieben.

Über Herrschaften und Hofbauern

Die noch immer bestehenden Hof- und Siedlungsnamen deuten auf viele Arbeits- und Lebensgemeinschaften hin, die bis ins 14. Jahrhundert zurückgehen. Handwerk und Gewerbe aber, konnten kaum existieren.

Die Bauern hatten ihren Hof meistens als erblehen inne. Das heisst, sie schuldeten dem Grundherrn einen ewigen, unveränderbaren Bodenzins.

Vom Mittelalter bis zur Neuzeit gab es immer wieder Auseinandersetzungen zwischen Herrschaftsherrn und den Hofbauern, so auch um Weiderechte auf der Burgistein Allmend. 1756 beschloss der damalige Grosse Rat, die Allmenden durch die Gemeinde aufteilen zu lassen, denn auch die Armen sollten ihr Stück Land erhalten. In Burgistein dauerte es über 100 Jahre, bis 1888 der Reinplan in Grundbuch des Amtes Seftigen, Belp eingetragen werden konnte.

Die „gute“ alte Zeit

Um 1720 sollte jede Gemeinde, aufgrund der erneuerten Landschulordnung ihre eigene Schule erhalten. Wann das erste Schulhaus im Weierboden gebaut wurde, weiss man nicht genau. David Grünigs Aufzeichnungen von 1838 zeigen uns annähernd, von seinen Sorgen als Schulmeister, wenn er auf kleinstem Raum, zeitweise 120 Kinder zu unterrichten hatte. Er würde sich über das 1954 erbaute und renovierte Schulhaus freuen.

Die Schülerzahl wuchs auf 200 und nach langem hin und her konnte im Herbst 1877, von der Gemeinde das Schulhaus Burgiwil „unten im Tal“ übernommen werden. Nicht nur das Schulwesen, auch die Armenfürsorge belasteten die Gemeinde stark. Noch um 1950 herum war Burgistein eine der finanziell schwächsten Gemeinden im Kanton Bern.

Die Entwicklung

Durch eine rege Bautätigkeit begann sich Burgistein nach dem zweiten Weltkrieg zu entwickeln. 1950 wurde der eigene Friedhof eingerichtet und 1959 konnte die Kirche eingeweiht werden. 1980 erhielt Burgiwil ein neues Schulhaus mit Mehrzweckhalle und einer Zivilschutzanlage. In den siebziger und achtziger Jahren wurden an den Hängen neue Wohnsiedlungen gebaut und der günstigen Verkehrslage wegen, entstanden im Gebiet Pfandersmatt Burgistein Station neue Gewerbebetriebe.


Der grösste Teil des Gemeindegebietes liegt in der Hügelzone zwischen Längenberg und Gurnigel, nur ein

kleiner Teil im Talgebiet. Die Höhenlage erstreckt sich von 560 m bis auf 982 m.ü.M. Es fehlt ein eigentlicher

Dorfkern. Burgistein-Dorf und Burgistein-Station bilden zwei kleinere Zentren, der Rest der Gemeinde besteht

aus Weilern und Einzelhöfen. Die Süd-Ostlage der Gemeinde bietet herrliche Aussichten, talabwärts Richtung

Belpberg, in die Hügel und Bergketten des Emmentals und hinüber zu den Hängen des Sigriswilergrates.

Dann aber auch auf den Thunersee und auf die dahinterliegenden Hochalpen. Südlich die Stockhornkette, mit

ihren markanten Nünenen und Gantrisch und dem Stockhorn selber, östlich davon der Niesen.


Kleinode

Stolz und behäbig thront das Schloss Burgistein über dem Gürbetal. Weithin sichtbar ist auch die 1959

eingeweihte Kirche, in der sich schon sehr viele Brautpaare aus nah und fern das Ja-Wort gegeben haben!