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Aus der Geschichte
Die
heutige Anlage stammt aus dem 16. Jahrhundert und ging 1717 an Juliana von
Wattenwyl über. Sie brachte die Herrschaft in ihre Ehe mit Emanuel von
Graffenried ein und seither sind Schloss und Güter bis auf den heutigen Tag im
Besitz dieser Familie geblieben. Über
Herrschaften und Hofbauern Die
noch immer bestehenden Hof- und Siedlungsnamen deuten auf viele Arbeits- und
Lebensgemeinschaften hin, die bis ins 14. Jahrhundert zurückgehen. Handwerk und
Gewerbe aber, konnten kaum existieren. Die
Bauern hatten ihren Hof meistens als erblehen inne. Das heisst, sie schuldeten
dem Grundherrn einen ewigen, unveränderbaren Bodenzins. Vom
Mittelalter bis zur Neuzeit gab es immer wieder Auseinandersetzungen zwischen
Herrschaftsherrn und den Hofbauern, so auch um Weiderechte auf der Burgistein
Allmend. 1756 beschloss der damalige Grosse Rat, die Allmenden durch die
Gemeinde aufteilen zu lassen, denn auch die Armen sollten ihr Stück Land
erhalten. In Burgistein dauerte es über 100 Jahre, bis 1888 der Reinplan in
Grundbuch des Amtes Seftigen, Belp eingetragen werden
konnte. Die
„gute“ alte Zeit Um
1720 sollte jede Gemeinde, aufgrund der erneuerten Landschulordnung ihre eigene
Schule erhalten. Wann das erste Schulhaus im Weierboden gebaut wurde, weiss man
nicht genau. David Grünigs Aufzeichnungen von 1838 zeigen uns annähernd, von
seinen Sorgen als Schulmeister, wenn er auf kleinstem Raum, zeitweise 120 Kinder
zu unterrichten hatte. Er würde sich über das 1954 erbaute und renovierte
Schulhaus freuen. Die
Schülerzahl wuchs auf 200 und nach langem hin und her konnte im Herbst 1877, von
der Gemeinde das Schulhaus Burgiwil „unten im Tal“ übernommen werden. Nicht nur
das Schulwesen, auch die Armenfürsorge belasteten die Gemeinde stark. Noch um
1950 herum war Burgistein eine der finanziell schwächsten Gemeinden im Kanton
Bern. Die
Entwicklung Durch
eine rege Bautätigkeit begann sich Burgistein nach dem zweiten Weltkrieg zu
entwickeln. 1950 wurde der eigene Friedhof eingerichtet und 1959 konnte die
Kirche eingeweiht werden. 1980 erhielt Burgiwil ein neues Schulhaus mit
Mehrzweckhalle und einer Zivilschutzanlage. In den siebziger und achtziger
Jahren wurden an den Hängen neue Wohnsiedlungen gebaut und der günstigen
Verkehrslage wegen, entstanden im Gebiet Pfandersmatt Burgistein Station neue
Gewerbebetriebe.
kleiner
Teil im Talgebiet. Die Höhenlage erstreckt sich von 560 m bis auf 982 m.ü.M. Es
fehlt ein eigentlicher Dorfkern.
Burgistein-Dorf und Burgistein-Station bilden zwei kleinere Zentren, der Rest
der Gemeinde besteht aus
Weilern und Einzelhöfen. Die Süd-Ostlage der Gemeinde bietet herrliche
Aussichten, talabwärts Richtung Belpberg,
in die Hügel und Bergketten des Emmentals und hinüber zu den Hängen des
Sigriswilergrates. Dann
aber auch auf den Thunersee und auf die dahinterliegenden Hochalpen. Südlich die
Stockhornkette, mit ihren
markanten Nünenen und Gantrisch und dem Stockhorn selber, östlich davon der
Niesen.
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